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Unsere Berechnungen

Es stellt sich öfters die Frage, auf welchen Grundlagen und Formeln wir denn überhaupt unsere Berechnungen durchführen, da es z. T. gewaltige Unterschiede in den Ergebnissen zu geben scheint. Und immer wieder kommen in Büchern oder auf Websites von Ernährungsspezialisten deutlich niedrigere Brennwerte als bei uns vor.

Berechnungsmethoden

Wir haben uns bei der Auswahl der zur Verfügung stehenden Formeln in der medizinischen Fachliteratur bedient. Denn es gibt durchaus unterschiedliche Berechnungsweisen - je nach Hintergrund.
Für den "Grundumsatz" (die Menge an Kalorien, die ein Mensch in 24 Stunden im Liegen und ohne jegliche körperliche Tätigkeit verbrennt und die zugeführt werden müssen, um das derzeitige Gewicht zu halten) werden mehrere Faustregeln angeboten, z. B.

Grundumsatz = Gewicht in Kilogramm x 24
Das ist eine sehr einfache Formel, die nur grob die Richtung weisen kann, denn sie berücksichtigt weder Alter noch Geschlecht. Zum Grundumsatz werden nochmal - je nach körperlicher Tätigkeit - bis zur Hälfte als "Arbeitsumsatz" hinzugerechnet, was dann den Gesamtkalorien entspricht, die notwendig sind, um das Gewicht zu halten, also weder zuzunehmen noch abzunehmen.

Grundumsatz = Faktor x Gewicht in Kilogramm + Ausgleichszahl
Diese Formel entstammt der Fitness-Bewegung und enthält zwei Variablen: "Faktor" und "Ausgleichszahl" richten sich nach dem Alter des Betroffenen. Hier gibt es jedoch nur zwei Altersstufen und keine Geschlechtsspezifikation:
18 - 30 Jahre: Grundumsatz = 14,7 x Gewicht in Kilogramm + 469
31 - 60 Jahre: Grundumsatz = 8,7 x Gewicht in Kilogramm + 829
Hier werden zum Grundumsatz nochmal - je nach körperlicher Tätigkeit - bis 100% als "Arbeitsumsatz" hinzugerechnet, was dann den Gesamtkalorien entspricht, die notwendig sind, um das Gewicht zu halten, also weder zuzunehmen noch abzunehmen.

Wenn wir als Muster einen 50-jährigen Menschen mit 95 Kilogramm Körpergewicht haben, der als Waldarbeiter, Möbelpacker, Hochleistungssportler o.ä. unterwegs ist, dann ständen ihm nach Berechnung A (Grundumsatz = 95 x 24, Arbeitsumsatz = 50% davon) 3420 kcal und nach Berechnung B (Grundumsatz = 8,7 x 95 + 829, Arbeitsumsatz = das Doppelte) 3311 kcal.
Kein großer Unterschied!

Wenn wir als Muster jedoch einen 50-jährigen Menschen mit 60 Kilogramm Körpergewicht haben, der als Büromensch o.ä. beschäftigt ist, dann ständen ihm nach Berechnung A (Grundumsatz = 60 x 24, Arbeitsumsatz = 25% davon) 1800 kcal und nach Berechnung B (Grundumsatz = 8,7 x 60 + 829, Arbeitsumsatz = 1,4 fach) 1891 kcal.
Auch kein großer Unterschied!

Bei unseren eigenen Berechnungen, bei denen komplexere Formeln zum Einsatz kommen, würden im Fall 1 (Hochleister, 95 kg, 50 Jahre) 3360 (Mann) bzw. 3270 (Frau) kcal und im Fall 2 (Büro, 60 kg, 50 Jahre) 1885 (Mann) bzw. 1834 (Frau) kcal "zugesprochen".

Berechnungsgrundlage sind bei uns pro Gramm Fett 9,3 kcal, pro Gramm Eiweiß 4,2 kcal und pro Gramm Kohlenhydrat 4,1 kcal.
Und die Aufteilung der Nährwerte ist 50% Kohlenhydrate : 30% Fett : 20% Eiweiß (Achtung: Die "trendige" Aufteilung 60% Kohlenhydrate : 20% Fett : 20% Eiweiß begünstigt Diabetes Typ 2, wenn nicht körperlich mehr abgearbeitet wird).

Krankheit - Gesundheit

In unseren "Kurz-Auswertungen" finden Sie immer die Formulierung "Unter der Voraussetzung, dass Ihr Organismus gesund ist...". Der Organismus ist nicht als "gesund" zu betrachten, wenn z. B. jemals Übergewicht vorlag (auch wenn "alle" Laborwerte okay sind), wenn (Prä-) Diabetes vorliegt (oft entwickelt sich hier parallel latent ein Schilddrüsenproblem, was lange unentdeckt bleibt oder als grenzwertig gilt) usw. Es kommt dann häufig vor, dass der Organismus mit sehr viel weniger Brennwerten auskommt und dass normale Nahrungszufuhr zu Gewichtsproblemen führen kann. In solch einem Fall kann u. U. die Brennwertration um bis zu 40% gesenkt werden. Das ist aber individuell und unter therapeutischer Aufsicht zu tun - Vitalstoffe müssen evtl. zusätzlich zugeführt werden.

Die Kalorienangaben von Ernährungsspezialisten sind oft niedriger, weil sie einrechnen, dass es einen großen Anteil nicht Gesunder und Übergewichtiger gibt, für die man volkspädagogisch und zu ihrem Wohle tätig werden muss...
Das lehnen wir ab - wie wir auch die "Zwangsjodierung für alle" ablehnen.

Welcher KG-Wert bei Übergewicht?

Als Übergewichtiger sollten Sie nicht Ihr Gewicht halten wollen, sondern Sie sollten es von Anfang an kräftig reduzieren.
Es hat sich bewährt, wenn Sie als Übergewichtiger nicht Ihr tatsächliches bzw. momentanes Gewicht, sondern das realistische (!) Zielgewicht als "jetziges Gewicht" eintragen bei Kalorienbedarf, Eiweißbedarf, Fettbedarf und Kohlenhydratebedarf.